Beispiel Mexiko – Warum Migration?

von Reinhard Großmann

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Der Grenzzaun in der Sonora Wüste trennt Mexiko und Arizona
Quelle: Wonderlane Lizenz: CC BY 2.0

Sie haben sich in kleinen Gruppen auf einen langen, beschwerlichen Fußmarsch durch die Wüste begeben, mit nur wenigen Litern Trinkwasser im Gepäck. Auf besonders abgelegenen und unwegsamen Routen – um nicht von den Grenz-Patrouillen gesehen zu werden. Ständig in der Angst, überfallen zu werden oder den Anschluss an die schnell marschierende Gruppe zu verlieren. Mit Seilen oder Leitern überwanden sie den Grenzzaun. Manche verletzten sich dabei, als sie vom Zaun sprangen. Dann verloren viele die Orientierung. Sie verdursten bei der unerträglichen Hitze.

Nicht alle dieser Migranten kommen aus Mexiko. Viele haben bereits einen weiten Weg hinter sich. Kinder kommen beispielsweise in Gruppen aus Honduras, El Salvador oder Guatemala und nehmen dabei große Gefahren in Kauf. Sie klettern auf die Dächer von Güterzügen1, um Mexiko zu durchqueren. In den USA sollen aber ungefähr 6 Millionen undokumentierte mexikanische Einwanderer leben.2 Warum ist das so?

Hat das Freihandelsabkommen „NAFTA“  etwa die Migration von Mexiko in die USA verstärkt?
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Überraschende Entdeckungen in der Kunsthalle – Luhmanns Zettelkasten ist noch bis zum 11.10 in der Kunsthalle Bielefeld zu sehen

von Sophia Stockmann und Johanna Springhorn

Vom zufälligen Finden

„Serendipity“ – so überschreibt die Kunsthalle Bielefeld ihre neue Ausstellung, in der es neben Werken der Künstler Ulrich Rückriem und Jörg Sasse auch den Zettelkasten von Niklas Luhmann zu sehen gibt. Laut Wikipedia meint „Serendipity“ die „zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist.“ Die sozusagen-Redaktion konnte es sich natürlich nicht entgehen lassen, dieser Ausstellung einen Besuch abzustatten.

Zettelkasten

Foto: © Ingo Bussmann

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Neue Räume – neue Zeiten?

von Sophia Stockmann

Im Mai letzten Jahres sind die Fakultäten Soziologie und Geschichte, sowie die Mensa aus dem großen Bielefelder Universitätsgebäude in einen Neubau – das sogenannte X-Gebäude – gezogen. Zwar liegt dieses nur wenige Schritte vom Hauptgebäude entfernt. Seit der Gründung der Uni in den 60er Jahren sind aber nun erstmals nicht alle Fakultäten in dem selben großen Gebäude untergebracht.

Der Umzug ist nun schon mehr als ein Jahr her: Die weißen Wände sind nicht mehr ganz so weiß, die ersten Klotüren geben ihren Dienst auf, der penetrante Geruch nach frischem Teppich hat sich verzogen und niemand kommt mehr auf die Idee, sein Besteck bei der Mensarückgabe auf dem Teller liegen zu lassen. Doch vor allem eines fällt auf: Niemand jammert mehr. Niemand beschwert sich mehr über die neue Mensa, keine Flurgespräche mehr über die automatischen Rollläden und Bewegungsmelder in den Büros, und niemand klagt über die feste Bestuhlung in den Seminarräumen. Ganz klar – wir haben uns dran gewöhnt.

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Stadt, Land, Flucht

von Tristan Eggers

Stadt ist der Ort wo Fremde wohnen. Auf dem Dorf gibt es keine
Fremden. In der Stadt ist man überrascht, ein bekanntes Gesicht zu
sehen, und je häufiger dies geschieht, desto eher beschleicht einen
das Gefühl in der Provinz zu leben, nicht eigentlich in der Stadt.“

Dieses Zitat des Soziologen Walter Siebel beschreibt im Prinzip perfekt den Umstand, der mir widerfahren ist, als ich nach dem Abitur zum Bachelorstudium in die südwestfälische Stadt Siegen gezogen bin. Natürlich könnte man jetzt sagen, dass Siegen mit seinen knapp 100.000 Einwohnern nicht gerade zu den schillerndsten Metropolen dieser Welt zählt. Jedoch für jemanden, der aus einem 800 Seelen-Dörfchen kommt und dessen Abiturprüfung aufgrund eines vom benachbarten Bauernhof ausgebüxten Rindviehs kurz unterbrochen werden musste, war das schon ganz schön aufregend.

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Hartmut Rosa zu Zeit und Raum

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Quelle: apicula Zanetti, Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

Passend zum Thema unserer nächsten Ausgabe  Zeiten und Räume, ist kürzlich auf dem „Zeit.Räume“-Blog von Studierenden des Historischen Seminars der Leibniz Universität Hannover ein Interview mit Hartmut Rosa veröffentlicht worden.
Im Interview mit dem Jenaer Soziologie-Professor, der vor allen Dingen durch seine Theorie der sozialen Beschleunigung bekannt geworden ist, wird der Zusammenhang von Zeit und Raum in Bezug auf die Beschaffenheit von Identitäten thematisiert.

Hier geht es zum Interview: Die Zeitkrise als Identitätskrise
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Konferenz „Transnational Academic Spaces“

Am 27. März 2015 findet an der Universität Bielefeld die Konferenz „Transnational Academic Spaces“ statt. Sie wird vom Sonderforschungsbereich 882 „Von Heterogenitäten zu Ungleichheiten“ veranstaltet. Der Call for Papers richtet sich explizit auch an Studierende, die sich mit der Thematik beschäftigen.
Abstracts können bis zum 9. Januar 2015 eingereicht werden.
Alle weiteren Infos findet ihr direkt im Call for Papers
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Die neue sozusagen ist da!

Liebe sozusagen-Leserschaft,

die eine oder der andere mag es schon mitbekommen haben:
Mit Freuden dürfen wir verkünden, dass die neue sozusagen zum Thema „Klassenkampf?!“ jetzt endlich druckfrisch für euch bereit liegt.
Ihr findet die sozusagen wie immer in den Fachschaften der Fakultät für Soziologie, im SozCafé und auch in der Bibliothek der Soziologie in der Universität Bielefeld.
Also schaut vorbei und holt euch die neue Ausgabe kostenlos und in Farbe!

Wer von euch außerdem die neue Ausgabe als PDF lesen möchte, findet sie auch in unserem Downloadbereich.
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SOZusagen-Workshop zu journalistischem Schreiben

Schon immer mal Lust auf journalistisches Schreiben gehabt und nicht so recht gewusst, wie? Bist Du auf der Suche nach einer Alternative zum anwendungsfernen Seminaralltag?
Dann wird dieser Workshop genau das Richtige für dich sein!
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Call for Pictures – Zeiten & Räume (Einsendeschluss 31. Oktober 2014)

Thema der nächsten Ausgabe: Zeiten & Räume (Zum Call for Papers gehts hier lang)

Zeichnest oder fotografierst du gerne? Möchtest du deine Bilder auch mal gedruckt sehen? Dann hast du jetzt dazu die Möglichkeit:  Die sozusagen veröffentlicht eine neue Ausgabe zum Thema „Zeiten und Räume“. Klingt wie ein Thema für PhysikerInnen? Wir finden nicht! In der nächsten Ausgabe der sozusagen wollen wir der Frage auf den Grund gehen, wie sich das Soziale in und um Zeit und Räume herum strukturiert.
Dabei können Themen wie Be- und Entschleunigung und ihre sozialen Folgen oder auch Mobilität eine Rolle spielen. Wer kann/darf/will sich überhaupt wohin bewegen? Welche Räume sind für unseren Alltag relevant: Stadt, Land, Welt…? Welche (trans)kulturellen und sozialen Räume entstehen in der Stadt oder deiner Nachbarschaft? Wie lässt sich Zeit visualisieren?
All das und vieles mehr kann zum Thema gemacht werden – und zwar nicht nur in Texten, sondern auch in Bildern!

Call Bilder Zeit

Eingereicht werden können Fotos oder Zeichnungen – alles, was mit dem Thema im weitesten Sinne zu tun hat. Eure Bilder können dann als Titelblatt, Poster oder Illustrationen im Heft erscheinen. Lass deiner Kreativität freien Lauf und schicke deinen Beitrag – oder deine erste Idee dazu – an: sozusagen-bielefeld@gmx.de
Einsendeschluss für Bilder ist der 31. Oktober 2014 – Viel Spaß beim Malen, Zeichnen und Fotografieren!

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Verlängerung der Deadline

Liebe Freunde und Freundinnen der sozusagen,

wir haben uns dazu entschieden, die bisherige Deadline für Beiträge zur neuen Ausgabe bis zum 30.09.2014 zu verlängern.

Nachdem wir bisher bereits einige Beiträge bekommen haben, freuen wir uns also weiterhin auf Eure spannenden Ideen und Entwürfe zum Thema „Zeiten & Räume“!

Artikelideen, Anregungen und Fragen könnt Ihr uns wie immer per E-Mail an sozusagen-bielefeld@gmx.de zukommen lassen.

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